Seien wir mal ehrlich: Wie oft greifst du beim Kochen einfach nach dem erstbesten Kochgeschirr, das dir in der Küchenschublade in die Hände fällt? "Ja, gib mir einfach die Bratpfanne da drüben" ist ein klassischer Satz, den man in fast jeder Küche hört.
Das Problem ist: Sehr oft ist das, was du gerade in die Hand genommen hast, überhaupt keine Bratpfanne.
Heute wollen wir mit einem der häufigsten, aber am meisten unterschätzten Fehler am Herd aufräumen: der Verwechslung von Bratpfanne (padella) und Schmortopf (tegame).
Das falsche Kochgeschirr zu verwenden ist kein kleiner Schönheitsfehler – es kann den Kochprozess und den Geschmack deiner Gerichte ernsthaft beeinträchtigen. Machen wir einen kurzen Überblick!
🍳 Die Bratpfanne: Die Königin des schnellen Anbratens
Eine Bratpfanne ist auf den ersten Blick zu erkennen: Sie hat einen einzigen langen Stielgriff und flache, ausgestellte Ränder.
Ihre Form ist speziell für einen Zweck entwickelt worden: Sie sorgt dafür, dass die Luft schnell zirkulieren kann und du die Zutaten mühelos schwenken und wenden kannst. Sie ist das perfekte Werkzeug für:
- Das Schwenken von Pasta am Ende der Garzeit, um die Sauce perfekt zu binden.
- Makellose Omeletts und Frittatas (dank der flachen Ränder, die das Wenden mit dem perfekten Schwung aus dem Handgelenk erleichtern).
- Schnelles Anbraten bei starker Hitze, wie das scharfe Anbraten von Fleisch oder knackigem Pfannengemüse.
🥘 Der Schmortopf (Tegame): Der Spezialist für langsames Garen
Wenn du dir das Kochgeschirr ansiehst und es zwei kurze Seitengriffe sowie hohe, gerade Wände hat, dann blickst du auf einen Schmortopf.
Im Gegensatz zur Bratpfanne ist dieser Topf so konzipiert, dass er Feuchtigkeit speichert und die Hitze langsam und gleichmäßig über die gesamte Oberfläche verteilt. Er wird zu deinem besten Verbündeten für:
- Saucen und Fleischragouts, die stundenlang sanft köcheln müssen.
- Schmorgerichte, Gulasch und Risotto, die viel Platz benötigen, um Flüssigkeiten aufzunehmen und schonend zu garen, ohne zu schnell auszutrocknen.
💡 Das Mamù-Geheimnis für deine Küche
Mit dem richtigen Kochgeschirr zu arbeiten ist keine Marotte von Sterneköchen, sondern das Geheimnis, damit jedes Rezept gleich beim ersten Mal gelingt. Wenn du eine flache Bratpfanne für ein Schmorgericht verwendest, verdampft die Flüssigkeit zu schnell und das Fleisch wird zäh. Umgekehrt ist es fast unmöglich, ein Omelett in einem hohen Schmortopf zu wenden, ohne dass es zerbricht.
Wie viele "kulinarische Sünden" hast du bisher begangen, weil du die beiden vertauscht hast? 😉
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